Start Mailand Was man in Mailand sehen und unternehmen sollte: 16 unverzichtbare Orte

Was man in Mailand sehen und unternehmen sollte: 16 unverzichtbare Orte

Ein vollständiger und ausführlicher Reiseführer zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen in Mailand – ideal für 1, 2 oder 3 Tage.

Cosa vedere a Milano
Cosa vedere a Milano

Mailand gilt gemeinhin als die Wirtschaftshauptstadt Italiens – eine Definition, die fast so klingt, als zirkuliere hier zwar viel Geld, es gebe aber wenig wirklich Interessantes zu sehen. Das Gegenteil ist der Fall: In Mailand gibt es unglaublich viel zu erleben und zu entdecken. Beginnen kann man mit dem Postkarten-Mailand: mit der Piazza Duomo, der Galleria Vittorio Emanuele II und dem Castello Sforzesco, Sinnbildern des alten Reichtums der Stadt.

Dann gibt es das Mailand von Leonardo da Vinci, der sein architektonisches Genie in den Dienst eines ehrgeizigen Projekts stellte: die Navigli, die Kanäle der Stadt, schiffbar zu machen. Heute sind sie restauriert und gehören zu den lebendigsten und stilvollsten Vierteln Mailands. Ebenfalls Leonardo verdankt Mailand eines seiner größten Meisterwerke: Das Abendmahl, gemalt im Refektorium von Santa Maria delle Grazie.

Und schließlich gibt es das internationale Mailand, das Wohlhabende aus aller Welt anzieht: das Mailand von San Babila mit seiner schönen neoromanischen Kirche, vor allem aber mit den Straßen der Mode, den Schaufenstern großer Marken, den Models auf dem Weg zum nächsten Termin und den Sportwagen am Straßenrand.

Kurz gesagt: An Dingen, die man in dieser Stadt sehen und unternehmen kann, mangelt es gewiss nicht. Hinzu kommen der Reiz einer großen europäischen Metropole und eine Küche, die im Vergleich zu Rom, Neapel oder Florenz zu Unrecht unterschätzt wird.

Hier also 16 Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse in Mailand, mit denen Sie diese große und schöne Stadt entdecken können – selbst an nur einem Wochenende.

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Der Mailänder Dom

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Was könnte Mailand besser verkörpern als sein Dom?

Die Santa Maria Nascente geweihte Kirche, die auf Wunsch von Gian Galeazzo Visconti errichtet wurde, ist das Wahrzeichen der Stadt und eine der ersten Sehenswürdigkeiten, die man nach der Ankunft in Mailand besuchen sollte.

Der Mailänder Dom
Der Mailänder Dom

Die Bauarbeiten am Mailänder Dom begannen 1386 und führten zur Entstehung eines außergewöhnlichen Bauwerks mit prachtvollen Glasfenstern und fein gearbeiteten Skulpturendekorationen.

Diese majestätische Struktur gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen gotischer Architektur. Ihre Besonderheit ist unverkennbar: Hier verbinden sich nordeuropäische Formen mit lombardischen Elementen.

Die berühmte Madonnina von Mailand

Gekrönt wird die Schönheit des Doms von der Hauptspitze, auf der die berühmte Madonnina thront – eine vergoldete Kupferstatue von ganzen 4 Metern Höhe.

Wenn Sie die Kirche an einem klaren, sonnigen Tag besuchen, genießen Sie von den Terrassen aus einen wunderbaren Blick über die Stadt und bis zu den Alpen.

Im Inneren sollten Sie den Presbyteriumsbereich nicht verpassen, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erneuert wurde. Am höchsten Punkt des Apsisgewölbes befindet sich die Reliquie des Heiligen Kreuznagels.

Ein paar Zahlen geben eine Vorstellung von den Dimensionen: Im Dom befinden sich 3.500 Statuen, darunter die 96 riesigen Wasserspeier; das Bauwerk ist 157 Meter lang und 92 Meter breit, die Turmspitze erreicht 108,50 Meter.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise für den Mailänder Dom

Öffnungszeiten: täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr. Letzter Einlass um 18.00 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist eine vorherige Reservierung verpflichtend.
Eintrittspreis: von 9 € ohne Zugang zu den Terrassen bis 15 € mit Aufstieg zu Fuß oder 20 € mit dem Aufzug. Alle Tickets beinhalten: Besuch der Kathedrale, des Archäologischen Bereichs, des Dommuseums und der Kirche San Gottardo.
Jeden Donnerstagabend seit dem 10. Juni 2021 verlängerte Öffnung der Terrassen bis 22.00 Uhr, letzter Aufstieg mit dem Aufzug um 21.10 Uhr.
Anfahrt: Der Dom liegt mitten im Zentrum Mailands – man kann ihn kaum verfehlen. Metro M1 und M3, Haltestelle Duomo.
Offizielle Website: http://www.duomomilano.it/

Museo del Novecento

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Nur wenige Schritte vom Dom entfernt befindet sich der Palazzo dell’Arengario mit dem wunderbaren Museo del Novecento.

Museo del Novecento
Museo del Novecento

Die Sammlung umfasst mehr als 400 Werke italienischer Kunst, chronologisch angeordnet. Der Rundgang beginnt mit Der Vierte Stand von Giuseppe Pellizza da Volpedo, dem ein eigener Saal gewidmet ist.

Unter den Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts begegnet man Werken von Picasso, Braque, Klee, Kandinsky und Modigliani. Anschließend geht es weiter zum Futurismus mit Balla, Boccioni, Carrà, Depero, Severini und Soffici.

Die 1920er- und 1930er-Jahre sind durch de Chirico, Morandi und einen eigenen Bereich für Marino Marini vertreten. Im dritten Stock finden sich Werke informeller Künstler wie Burri, Vedova, Licini und andere, außerdem Arbeiten der 1950er- und 1960er-Jahre mit Piero Manzoni und Künstlern der Gruppe Azimuth.

Der vierte Stock ist ganz Lucio Fontana gewidmet, mit der großen Raumdecke von 1956 aus dem Hotel del Golfo auf der Insel Elba, dem Neon und den Concetti spaziali der 1950er-Jahre. Der große Fontana-Saal besitzt weite Fensterflächen, die einen spektakulären Blick auf den Dom eröffnen.

Der schwebende Übergang führt zum Palazzo Reale und zur Abteilung mit Werken aus den 1960er- bis 1980er-Jahren: Kinetische und Programmierte Kunst, Pop, analytische Malerei und Konzeptkunst mit Kounellis, Paladino und anderen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise für das Museo del Novecento

Öffnungszeiten: täglich von 10.00 bis 19.30 Uhr. Donnerstags bis 22.30 Uhr.
Eintrittspreis: regulär 10 €. Ermäßigt für Erwachsene 8 €, ermäßigt für Jugendliche und Kinder 5 €.
Anfahrt: neben dem Dom. Metro M1 und M3, Haltestelle Duomo.
Offizielle Website: http://museodelnovecento.org/it/

Leonardo da Vincis Abendmahl in Mailand

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Leonardo da Vincis Abendmahl wird sorgsam im Refektorium des Dominikanerklosters von Santa Maria delle Grazie in Mailand bewahrt. Leonardo schuf dieses Werk von erstaunlicher Schönheit zwischen 1494 und 1498 an der Nordwand des großen Saals, zur Zeit der Herrschaft Ludovico il Moros.

Leonardo da Vincis Abendmahl in Mailand
Leonardo da Vincis Abendmahl in Mailand

Der geniale Leonardo führte dieses Meisterwerk a secco aus, also nicht in der sonst für Wandmalereien üblichen Freskotechnik.

Leider hat das Werk im Laufe der Zeit durch Umweltbedingungen und historische Ereignisse schwere Schäden erlitten und ist heute nur noch teilweise erhalten.

Das Abendmahl wurde mehrfach restauriert; besonders die Restaurierung von 1999 gab dem Gemälde seine ursprünglichen Farben zurück und entfernte spätere Übermalungen.

Um weitere Schäden zu vermeiden, wird das Werk unter besonderen klimatischen Bedingungen aufbewahrt, die durch Luftbehandlung kontrolliert werden. Der Besuch ist nur in Gruppen von maximal 25 Personen alle 15 Minuten möglich.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise für Leonardos Abendmahl

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 9.45 bis 19.00 Uhr, letzter Einlass um 18.45 Uhr. Sonntag von 14.00 bis 19.00 Uhr, letzter Einlass um 18.45 Uhr.
Das Refektorium darf nur von 15 Personen alle 15 Minuten besucht werden.
Eintrittspreis: 15 €, Reservierung verpflichtend über Vivaticket.

Anfahrt: Piazza Santa Maria delle Grazie. Metro Linie 1: Cadorna oder Conciliazione Metro Linie 2: Cadorna oder Sant’Ambrogio

Die Pinacoteca di Brera in Mailand

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Die Pinacoteca di Brera entstand 1776 als Sammlung bedeutender Werke zur Ausbildung der Studierenden der Akademie der Schönen Künste.

Die Pinacoteca di Brera in Mailand
Die Pinacoteca di Brera in Mailand

Als Mailand von Napoleon zur Hauptstadt des Königreichs Italien erklärt wurde, kamen nach Brera Gemälde, die Kirchen und aristokratischen Familien entzogen worden waren – soweit sie nicht nach Paris gebracht wurden.

Die Pinacoteca di Brera unterscheidet sich daher von vielen anderen renommierten italienischen Museen: Sie entstand nicht aus privatem aristokratischem oder fürstlichem Sammeln, sondern aus staatlicher und politischer Initiative.

Die Sammlung ist außergewöhnlich reich und umfasst einige der berühmtesten Werke der Welt: von Caravaggios Abendmahl in Emmaus bis zu Mantegnas Totem Christus, von der Pala di Brera von Piero della Francesca bis zu Raffaels Vermählung Mariä.

Neben diesen berühmten Werken gibt es viele weitere, ebenso außergewöhnliche, wenn auch weniger bekannte Arbeiten. Eines der Sinnbilder von Brera ist das Inbild der italienischen Romantik: Der Kuss von Hayez. Die Sammlung reicht bis ins 20. Jahrhundert mit Werken von Braque, Modigliani, Picasso, Morandi, De Chirico und vielen anderen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise für die Pinacoteca di Brera

Öffnungszeiten: gültig vom 1. Juni bis einschließlich 4. Juli:
• Dienstag: 9.30-14.30 Uhr, letzter Einlass um 13.30 Uhr
• Mittwoch: 12.30-17.30 Uhr, letzter Einlass um 16.30 Uhr
• Donnerstag: 12.30-17.30 Uhr, letzter Einlass um 16.30 Uhr
• Freitag: 9.30-17.30 Uhr, letzter Einlass um 16.30 Uhr
• Samstag: 9.30-17.30 Uhr, letzter Einlass um 16.30 Uhr
• Sonntag: 9.30-17.30 Uhr, letzter Einlass um 16.30 Uhr

Geschlossen: jeden Montag, 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember. Eintrittspreis: 15 € regulär, 10 € ermäßigt. Anfahrt: Via Brera, 28. M2 Haltestelle Lanza, M3 Haltestelle Montenapoleone. Straßenbahn: 1-4-8-12-14-27. Bus: 61, 97 Offizielle Website: [http://pinacotecabrera.org/](http://pinacotecabrera.org/)

Die Navigli von Mailand

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Man denkt kaum je an Mailand als Stadt des Wassers – und doch ist sie genau das. Das System der Navigli entstand aus dem ehrgeizigen Projekt, Mailand mit dem Comer See, der Adda, dem Lago Maggiore und dem Po zu verbinden, weiter nach Nordeuropa und schließlich bis zum Meer. Die Geschichte der Navigli beginnt in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts mit dem Bau des ersten schiffbaren Abschnitts.

Der erste Kanal, der Ticinello, wurde 1179 eröffnet und gab mit seinen beeindruckenden 50 Kilometern Länge den Anstoß zum Bau des Naviglio Grande. 1457 beauftragte Francesco Sforza Bertola da Novate mit dem Bau des Naviglio della Martesana, doch der eigentliche Durchbruch erfolgte unter Ludovico il Moro.

Die Navigli von Mailand
Die Navigli von Mailand

Und welches Genie hätte ein derart komplexes hydraulisches Werk vollenden können, wenn nicht Leonardo da Vinci? Mit einem genialen Schleusensystem gelang es Leonardo, Mailand mit dem Comer See zu verbinden.

Es fehlte nur noch die Verbindung zum Meer über den Po: Darum kümmerte sich Napoleon 1805 mit der Vollendung des Naviglio Pavese.

Die Navigli haben wechselvolle Zeiten erlebt: Sie brachten Wohlstand, verfielen später jedoch, litten unter Verschmutzung, und ein großer Teil wurde überdeckt.

Trotz allem haben die Mailänder sie immer geliebt – sie spazierten entlang der Kanäle oder besuchten die Osterien und Lokale, die ringsum entstanden.

Heute erleben die Navigli eine Renaissance und stehen im Mittelpunkt zahlreicher Stadterneuerungsprojekte. Das erste abgeschlossene Projekt war die neue Darsena am Naviglio Grande, die im Zuge der Expo 2015 neu gestaltet wurde. Radwege, Boote und entspannte Aufenthaltsbereiche liegen heute neben traditionellen Osterien, Boutiquen und Künstlerläden. Ein Muss, selbst wenn Sie nur wenige Stunden in Mailand verbringen.

Das Castello Sforzesco in Mailand

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Das Castello Sforzesco begleitet die Geschichte Mailands seit 750 Jahren und war in vielen Momenten ein entscheidender Ort.

Der erste Bau wurde von Galeazzo II in Auftrag gegeben, doch Francesco Sforza – dem das Schloss seinen Namen verdankt – gab ihm seine heutige Gestalt.

Das Castello Sforzesco in Mailand
Das Castello Sforzesco in Mailand

Das Schloss diente fast immer als militärische Zitadelle und gehört noch heute zu den größten Burgen Europas.

Als Ort, der seit jeher mit Krieg, Fremdherrschaft und Trauer verbunden war, wurde es von den Mailändern zugleich geliebt und gehasst. Im 20. Jahrhundert veränderte das Castello sein Gesicht und wurde zu einem Ort der Kultur, der die Zeugnisse lombardischer Kunst bewahrt.

Die Museen des Castello Sforzesco in Mailand

Heute beherbergt das Castello Sforzesco zahlreiche Museen: Im Erdgeschoss der Corte Ducale befindet sich das Museum für Alte Kunst, im ersten Stock die Möbelsammlung und die Pinakothek, im ersten und zweiten Stock der Rocchetta die Sammlungen für Angewandte Kunst und das Museum der Musikinstrumente, während sich im Untergeschoss der Corte Ducale das Museum für Vor- und Frühgeschichte sowie das Ägyptische Museum befinden.

Das Schloss bewahrt einige Meisterwerke italienischer Kunst: die Pietà Rondanini von Michelangelo, die Fresken Leonardos im achten Saal des Museums für Alte Kunst, die Madonna in Glorie mit den Heiligen Johannes der Täufer, Gregor der Große, Benedikt und Hieronymus von Mantegna in der Pinakothek sowie den außergewöhnlichen Teppichzyklus mit den zwölf Monaten von Bramantino in der Sala della Balla.

Hinter dem Castello Sforzesco liegt Parco Sempione, die grüne Lunge Mailands: eine weite Grünfläche, auf der die Mailänder Smog und Stadtstress entfliehen, joggen, spazieren gehen oder picknicken.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise für das Castello Sforzesco

Öffnungszeiten: Innenhöfe von 7.00 bis 19.30 Uhr. Schlossmuseen: Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.30 Uhr, letzter Einlass um 17.00 Uhr.

Eintritt: Zugang zu den Innenhöfen kostenlos. Museen 5 €. Ermäßigt 3 €. Anfahrt: Piazza Castello. Rote Linie M1: Haltestellen Cairoli und Cadorna FN Grüne Linie M2: Haltestellen Lanza und Cadorna FN

Straßenbahn
Linien 1, 2, 4, 12, 14, 27

Bus
Linien 50, 57, 58, 61, 94 Offizielle Website: [https://milanocastello.it/](https://milanocastello.it/)

Die Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand

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Die Galleria Vittorio Emanuele II, der sogenannte Salon Mailands, wurde gebaut, weil die Stadt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit einer gewissen Bewunderung auf die städtebaulichen Entwicklungen der großen europäischen Hauptstädte blickte – und ihnen ebenbürtig sein wollte.

Die Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand
Die Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand

1859 wurde die Idee eines überdachten Durchgangs, der Piazza Duomo mit Piazza della Scala verbinden sollte, immer konkreter. Ein internationaler Wettbewerb wurde ausgeschrieben, um die Vorschläge verschiedener Architekten zu prüfen. Ganze 176 Architekten reichten ihre Ideen ein, doch besonders hervor stach der Entwurf von Giuseppe Mengoni: eine lange Galerie, von einem Querarm durchschnitten, mit einem großen achteckigen Raum im Zentrum der Kreuzung.

1865 begannen die Arbeiten mit der feierlichen Grundsteinlegung durch König Vittorio Emanuele II. von Savoyen. Zwei Jahre später wurde die Galleria eröffnet, obwohl sie noch nicht vollständig fertiggestellt war und der König nicht anwesend war.

Der Bau der Galleria Vittorio Emanuele II endete jedoch tragisch: Ihr Schöpfer Giuseppe Mengoni starb während einer Inspektion seines eigenen Werks.

Viele hielten dies nicht für einen zufälligen Unfall, sondern für einen Selbstmord, ausgelöst durch die zahlreichen Kritiken an seinem Bau und die Enttäuschung über die Abwesenheit des Königs bei der Eröffnung. Niemand konnte wissen, dass der König schwer krank war und nur wenige Tage später sterben würde.

Die Galleria ist Mailands eleganter Salon: ein Ort, an dem man sich verabredet, gesehen wird, teuer einkauft oder einfach einen Kaffee trinkt.

Kirche San Maurizio al Monastero Maggiore

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Nach 30 Jahren Restaurierung erstrahlt die prächtige Renaissancekirche San Maurizio wieder in alter Schönheit.

Sie wurde Anfang des 16. Jahrhunderts auf den Resten eines alten Kultorts errichtet und gehörte zum Monastero Maggiore des Benediktinerordens, das 1799 abgerissen wurde. Heute ist noch der Eingangskreuzgang erhalten, der Teil des Archäologischen Museums ist.

Die innere Raumaufteilung in zwei Bereiche – einen für die Gläubigen und einen rückwärtigen, der den Nonnen des Klosters vorbehalten war, die der Messe hinter einem Gitter beiwohnten – erzählt von der ursprünglichen Funktion des Gebäudes.

Kirche San Maurizio al Monastero Maggiore
Kirche San Maurizio al Monastero Maggiore

Die schlichte, klare Fassade an der Corso Magenta lässt nicht ahnen, welch überraschend reiches Inneres sich dahinter verbirgt: wunderbare Fresken bedecken die gesamte architektonische Struktur, von den Wänden bis zum Gewölbe. Aus diesem Grund wird die Kirche auch die Sixtinische Kapelle Mailands genannt.

Die farbintensiven Fresken erstrecken sich über rund 4.000 Quadratmeter und stammen von einigen der größten Meister der lombardischen Malerei des 16. Jahrhunderts:

Bernardino Luini, dem unter anderem die Geschichten der heiligen Katharina in der Besozzi-Kapelle und die Szenen aus dem Leben Christi im Nonnenchor und an der Trennwand zugeschrieben werden; Simone Peterzano, Lehrer Caravaggios, Autor der Werke Die Rückkehr des verlorenen Sohnes und Christus vertreibt die Händler aus dem Tempel, die die innere Fassade der Kirche schmücken; Antonio Campi, von dem die Anbetung der Könige am Hauptaltar stammt; Bergognone im Chor; Lomazzo; und Boltraffio, Schüler Leonardos.

Die Orgel

Von besonderem Wert ist im Klausurchor die Orgel von Gian Giacomo Antegnani aus dem Jahr 1557. Ursprünglich war sie für liturgische Konzerte bestimmt; heute wird sie bei Konzertveranstaltungen in der Stadt genutzt. Unbedingt sehenswert.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise für San Maurizio al Monastero Maggiore

Öffnungszeiten: jeden Freitag, Samstag und Sonntag mit Einlass von 10.00 bis 16.00 Uhr. Reservierung verpflichtend über Eventbrite
Eintrittspreis: kostenlos
Anfahrt: Corso Magenta 15. M2 grüne Linie, Haltestelle Cadorna; M1 rote Linie, Haltestelle Cordusio.
Straßenbahn 19, 20, 24; Bus 19, 50, 59

Basilika Sant’Ambrogio in Mailand

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Die dem Schutzpatron der Stadt geweihte Kirche gilt als die zweitwichtigste Kirche Mailands nach dem Dom.

Sie wurde im 4. Jahrhundert auf Wunsch von Ambrosius, dem Bischof von Mailand, gegründet, der hier im Jahr 397 bestattet wurde. Errichtet wurde sie im Bereich des Friedhofs der christlichen Märtyrer; ursprünglich hieß sie Basilica Martyrum. Zwischen 1088 und 1099 wurde sie nach den Formen der romanischen Architektur neu erbaut.

Basilika Sant’Ambrogio in Mailand
Basilika Sant’Ambrogio in Mailand

Obwohl sie als wichtigstes Beispiel der lombardischen Romanik gilt, verdankt die Basilika ihr heutiges Aussehen auch den baulichen Eingriffen und Anpassungen späterer Jahrhunderte.

Der Basilika ist ein vierseitiger Säulenhof vorgelagert. Die Giebelfassade ist durch zwei übereinanderliegende Loggien geprägt und wird von zwei Glockentürmen gerahmt: dem Turm der Mönche rechts aus dem 9. Jahrhundert und dem Turm der Kanoniker links aus dem 12. Jahrhundert, dessen oberste zwei Stockwerke 1889 hinzugefügt wurden.

Das Innere von Sant’Ambrogio

Der Innenraum ist in drei Schiffe gegliedert, die jeweils in einer Apsis enden und in vier quadratische Joche mit Kreuzgewölben unterteilt sind. Besonders bemerkenswert ist im Presbyterium das Ziborium aus dem 9. Jahrhundert, ein lombardisch-byzantinischer Stuckbaldachin, der auf vier roten Porphyrsäulen ruht. Darunter befindet sich der Goldene Altar, ein Meisterwerk karolingischer Goldschmiedekunst von Vuolvino.

Von großem Wert ist auch der frühchristliche Sarkophag, der sogenannte Sarkophag des Stilicho aus dem 4. Jahrhundert. Interessant ist zudem die römische Säule, auf der eine ungewöhnliche Bronzeskulptur ruht, die sogenannte Schlange des Moses: Der Legende nach wird das Ende der Welt dadurch angekündigt, dass das Tier von der Säule herabsteigt.

Die Krypta mit den Gebeinen der Heiligen

In der unterirdischen Krypta werden die Gebeine der Heiligen Ambrosius, Gervasius und Protasius aufbewahrt. Im Inneren der ambrosianischen Basilika kann man außerdem die kleine Kapelle, das Sacellum San Vittore in Ciel d’Oro, bewundern. Sie wurde im 4. Jahrhundert errichtet, um die Gebeine des Märtyrers Viktor aufzunehmen, und ist berühmt für ihre frühchristlichen Mosaiken an den Wänden und in der Kuppel, die mehrere Heilige darstellen, darunter auch den heiligen Ambrosius.

Die Säule des Satans und ihre Legende

In der Nähe der Basilika Sant’Ambrogio steht eine römische Säule mit zwei Löchern, die der Legende nach von Satan selbst stammen. Man erzählt, der Teufel habe versucht, Ambrosius zu verführen. Als ihm dies nicht gelang, wollte er ihn durchbohren, traf jedoch die Säule und blieb mit seinen langen Hörnern darin stecken.

Wütend soll der Böse sich in Schwefeldämpfe verwandelt und genau diese Öffnungen genutzt haben, um in die Hölle zurückzukehren. Keine Sorge also, wenn Sie aus den Löchern einen leichten Schwefelgeruch wahrnehmen oder beim Auflegen des Ohrs seltsame Geräusche aus dem Inneren hören…

Öffnungszeiten und Eintrittspreise für die Basilika Sant’Ambrogio

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag: 10.00-12.00 Uhr und 14.30-18.00 Uhr. Sonntag: 15.00-17.00 Uhr.
Eintrittspreis: kostenlos
Anfahrt: Piazza Sant’Ambrogio. M2 grüne Linie, Haltestelle S. Ambrogio
Bus 50, 58, 94
Offizielle Website: http://www.basilicasantambrogio.it/

San Bernardino alle Ossa in Mailand

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Etwa 500 Meter von der Piazza del Duomo entfernt, an der Piazza Santo Stefano, liegt einer der ungewöhnlichsten, faszinierendsten und makabersten Orte Mailands. Es handelt sich um das Santuario di San Bernardino alle Ossa – und der Name sagt bereits viel.

San Bernardino alle Ossa
San Bernardino alle Ossa

Diese kleine Kapelle, die später zur Kirche wurde, diente über Jahrhunderte als Beinhaus; ihre Innenwände sind vollständig mit menschlichen Knochen dekoriert.

Die Geschichte beginnt 1145, als in der Gegend ein Krankenhaus und ein Friedhof errichtet wurden, um die dort verstorbenen Kranken zu bestatten.

Schon nach wenigen Jahren reichte der Platz nicht mehr aus, sodass ein Raum gebaut werden musste, um die Gebeine der aus älteren Gräbern exhumierten Toten aufzunehmen.

Nach dem Einsturz des alten Beinhauses wurde Ende des 17. Jahrhunderts ein neues Ossarium errichtet, das die Mönche mit den Knochen der Verstorbenen schmückten und 1693-94 vom venezianischen Maler Sebastiano Ricci freskieren ließen.

Die Wände sind vollständig mit Knochen bedeckt und verbinden das Makabre mit der Zartheit des Rokoko-Dekors. Zwar erzählt die Legende, es handle sich um die Gebeine christlicher Märtyrer, tatsächlich sind es jedoch die Überreste von Krankenhauspatienten, Brüdern der Kirche, Mailänder Gefangenen und einigen Angehörigen adliger Mailänder Familien. Absolut sehenswert.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise für San Bernardino alle Ossa

Öffnungszeiten:

Montag-Freitag: 8.00 bis 18.00 Uhr
Samstag: 9.30 bis 18.00 Uhr
Sonntag: Kirche geöffnet von 9.30 bis 12.00 Uhr. Ossarium GESCHLOSSEN.

Eintrittspreis: kostenlos, freiwillige Spende möglich.

Anfahrt: Piazza Santo Stefano. Zu Fuß von der Piazza del Duomo in etwa 5 Minuten.

Parco Sempione in Mailand

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In einer pulsierenden Stadt wie Mailand ist Parco Sempione eine grüne Lunge, in der man fern vom Verkehr tief durchatmen kann. Der Park ist weitläufig und gepflegt und erstreckt sich vom Castello Sforzesco bis zum Arco della Pace, vorbei an der Arena Civica, dem Aquarium und der Triennale.

Parco Sempione in Mailand
Parco Sempione in Mailand – Foto von Luca Volpi

Für die Mailänder ist dies der Ort, an dem man joggt, spazieren geht, auf dem Rasen entspannt, den Hund ausführt oder Kinder an sonnigen Tagen draußen spielen lässt.

Der Park verfügt über mehrere Hundeauslaufbereiche, einen Spielbereich mit kleinen Attraktionen für Familien, Basketball- und Volleyballplätze, eine Bibliothek und verschiedene ausgestattete Fitnessstrecken.

Besonders beliebt bei den Mailändern – vor allem bei Paaren – ist der Ponte delle Sirenette, der über einen künstlichen kleinen See führt und zweifellos zu den malerischsten Ecken des Parks gehört. Man sagt, das Überqueren der kleinen Brücke bringe Glück – ein guter Grund, sie zu besuchen.

Parco Sempione wird von der Stadt regelmäßig für Veranstaltungen, Märkte und Events genutzt. Ein Spaziergang ist das ganze Jahr über angenehm, denn jede Jahreszeit schenkt dem Park eigene Farben.

Der Herbst gehört zweifellos zu den stimmungsvollsten Momenten, mit seinem Teppich aus Blättern und den spontan herabfallenden Kastanien. Frühlingstage wiederum eignen sich ideal, um an einem der Kioske im Park etwas zu essen, ein Getränk zu nehmen oder auf der Wiese ein Buch zu lesen.

Parco Sempione ist eines der Symbole Mailands und zugleich ein idealer Zwischenstopp während einer Museumstour. Empfehlenswert ist ein Besuch außerhalb des Wochenendes, wenn es weniger voll ist. Schon eine halbe Stunde genügt, um zwischen der reichen Flora und Fauna zu spazieren. Wer sich für Naturlehrpfade interessiert, kann an Führungen mit Freiwilligen teilnehmen und Baumarten sowie monumentale Bäume entdecken.

Anfahrt

Parco Sempione liegt sehr zentral. Die nächstgelegenen Metrostationen sind Cairoli, rote Linie M1, Lanza, grüne Linie M2, und Cadorna, rote Linie M1 und grüne Linie M2.

Cimitero Monumentale di Milano

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Auch wenn der Besuch eines Friedhofs nicht immer als naheliegender Programmpunkt erscheint, können wir versichern: Der Cimitero Monumentale di Milano ist ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bedeutende Architekten und Künstler haben hier ihre Spuren hinterlassen: Grabkapellen, Ädikulen, Tempel und Skulpturen besitzen einen sehr hohen künstlerischen und symbolischen Wert. Die vertretenen Stilrichtungen sind vielfältig, vom Liberty-Stil über den Symbolismus bis zur Scapigliatura.

Cimitero Monumentale di Milano
Cimitero Monumentale di Milano

Schon ein einfacher Spaziergang durch dieses Freilichtmuseum lohnt sich. Es bringt die Größe jener bedeutenden Persönlichkeiten der italienischen und Mailänder Geschichte zum Ausdruck, die hier begraben sind: Wanda Osiris, Giorgio Gaber, Alda Merini, Dario Fo, Franca Rame und Enzo Jannacci, um nur einige zu nennen.

Der Cimitero Monumentale di Milano kann kostenlos besucht werden. Man kann ihn eigenständig erkunden und dabei aus verschiedenen empfohlenen Routen wählen, die durch die einzelnen Bereiche führen. Alternativ – und diese Option empfehlen wir besonders – kann man an einer interessanten Führung mit Freiwilligen des Servizio Civile teilnehmen, nach vorheriger Reservierung.

Route A umfasst 24 Monumente und dauert etwa eine Stunde. Wer weniger Zeit hat, kann Route B wählen, mit 12 Monumenten und einer Dauer von rund einer halben Stunde.

Das Famedio mit den Gräbern berühmter Mailänder

Nicht verpassen sollte man den Besuch des Famedio, des „Tempels des Ruhms“, der sich im Hauptbereich des Monumentalfriedhofs befindet. Der Eintritt lohnt sich wegen der Schönheit und dekorativen Fülle der Innenräume, aber auch wegen der berühmten Grabstätten von Manzoni, Carlo Cattaneo, Luca Beltrami, Salvatore Quasimodo, Carlo Forlanini, Bruno Munari und Leo Valiani. Auch die Krypta des Famedio kann besichtigt werden.

Weitere interessante Punkte des Friedhofs sind das Denkmal für die Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungslager, der Krematoriumstempel, die Bocconi-Ädikula, das Bistoletti-Denkmal, die Toscanini-Ädikula und das zentrale Ossarium.

Anfahrt zum Cimitero Monumentale di Milano

Mit der Metro:
Haltestelle Monumentale, Linie M5
Haltestelle Garibaldi, Linie M2. Von dort etwa 7-8 Minuten zu Fuß.

Mit dem Bus:
94, Haltestelle P.ta Volta
70, Haltestelle Ceresio

Mit der Straßenbahn:
2, 4, 33, Haltestelle Farini
10, Haltestelle Monumentale
12 und 14, Haltestelle Bramante

Das Albergo Diurno Venezia in Mailand

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In Mailand gibt es einen Ort, an dem man eine Reise in die Belle Époque unternehmen kann: das Albergo Diurno Venezia. Es liegt unter der Piazza Guglielmo Oberdan, nahe dem Eingang der Metrostation Porta Venezia, Linie M1.

Das Albergo Diurno Venezia in Mailand
Das Albergo Diurno Venezia in Mailand

Für den Besuch muss man eine von FAI-Freiwilligen organisierte Führung über Milanoguida reservieren; sie dauert etwa eine Stunde.

FAI-Mitglieder haben kostenlosen Zugang. Es ist eine ungewöhnliche Erfahrung abseits der klassischen touristischen Routen und bietet die Möglichkeit, ein Stück moderner Mailänder Geschichte zu entdecken.

Dieses Tageshotel, ein Projekt von Piero Portaluppi, wurde in den 1920er-Jahren von Mailändern als „Erholungsstation“ genutzt, wenn sie von der Arbeit oder einer Reise zurückkehrten und sich für einige Stunden entspannen und pflegen wollten.

Damals war es ein Luxus, sich dies zu gönnen, da nicht jeder zu Hause ein eigenes Bad besaß. Im Albergo Diurno gab es einen Bereich für den Barbier, einen für Maniküre und einen für die Bäder – die sogenannten „Bagni“ – und vieles mehr. Heute würde man es mit einem Spa oder Wellnesszentrum vergleichen.

Der Ort besitzt den Charme einer anderen Epoche und wird besonders Liebhaber des Liberty- und Art-Déco-Stils begeistern. Leider ist das Albergo Diurno derzeit aufgrund langer Nichtnutzung nicht benutzbar und benötigt Restaurierungs- und Sicherungsarbeiten.

Aktuell ist es nicht öffentlich zugänglich und kann nicht besichtigt werden. Eine Wiedereröffnung ist geplant, doch ein genaues Datum wurde noch nicht bekannt gegeben; vermutlich wird sie in einigen Jahren erfolgen, möglicherweise im Zusammenhang mit der Eröffnung des neuen Museums für Digitale Kunst.

Das Viertel Maggiolina in Mailand

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Maggiolina ist ein historisches Viertel Mailands an der Grenze zum Quartiere dei Giornalisti. Der Name geht auf einen alten Bauernhof zurück, der einst am Ufer des Seveso stand und heute verschwunden ist.

Maggiolina gehört nicht zu den klassischen touristischen Routen, verdient aber Aufmerksamkeit wegen seiner unkonventionellen Atmosphäre. Erwarten Sie keine Monumente, Kirchen, berühmten Sehenswürdigkeiten oder Wolkenkratzer. Das Viertel liegt abseits des Zentrums, im nordöstlichen Randbereich der Stadt.

Das Viertel Maggiolina in Mailand
Das Viertel Maggiolina in Mailand

Mailand hört nie auf zu überraschen, und Maggiolina ist der Beweis dafür. Der Ort hat im Laufe der Jahre verschiedene Wandlungen erlebt und ist heute für seine kuriosen Häuser in Iglo- und Pilzform bekannt, die von den Mailändern „Gnomenhäuser“ oder „Schlumpfhäuser“ genannt werden.

Viele der pilzförmigen Häuser wurden in den 1960er-Jahren abgerissen; einige wenige sind erhalten geblieben und befinden sich heute in der Via Lepanto.

Die „Iglus“ der Maggiolina sind zweigeschossig und noch immer bewohnt. Ein Spaziergang durch die Straßen des Viertels zeigt Ihnen ein ungewöhnliches, experimentelles und zugleich deutlich ruhigeres Mailand als das geschäftige Zentrum.

Villa Figini

Ein weiteres bemerkenswertes Gebäude ist Villa Figini in der Via Perrone, bekannt als die „Palafitta“, entworfen von ihrem Eigentümer, dem Architekten Luigi Figini.

Auch ein Besuch der nahe gelegenen Villa Mirabello sollte während der FAI-Tage nicht fehlen. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und besitzt eine private Kapelle sowie einen Innenhof mit Loggia.

Sie ist ein typisches Beispiel für eine suburbane Cascina, die im Laufe der Zeit von einem Landhaus in eine private Villa verwandelt wurde.

Um Maggiolina wirklich zu verstehen, empfiehlt sich eine organisierte Führung. Nur so kann man Geschichte, Architektur und die vielen Kuriositäten des Viertels vertiefen. Wussten Sie, dass unter seinen Straßen der Fluss Seveso fließt?

Anfahrt zur Maggiolina

Mit der Metro: Linie M3, Haltestelle Zara oder Sondrio; von dort wenige Minuten zu Fuß
Mit dem Bus: Linien 81, 42, 43

Villa Invernizzi und die rosa Flamingos von Mailand

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Mitten im Zentrum von Mailand gibt es einen Garten, in dem rosa Flamingos leben – zweifellos eine ungewöhnliche Attraktion. Es ist der Garten der Villa Invernizzi, benannt nach den Eigentümern der Fabrik der bekannten Käseecken. Wenn Ihnen etwas Zeit bleibt, sollte dieser Ort auf Ihrer Liste der Sehenswürdigkeiten in Mailand stehen.

Die Liberty-Fassade des Palazzos blickt auf den Corso Venezia, Hausnummer 32, und ist bereits für sich interessant. Die eigentliche Attraktion aber sind die Flamingos, die seit Jahrzehnten im rückwärtigen Park leben. Um sie zu sehen, biegen Sie einfach um die Ecke in die Via Serbelloni und weiter zur Via Cappuccini.

Villa Invernizzi und die rosa Flamingos von Mailand
Villa Invernizzi und die rosa Flamingos von Mailand

Aus Afrika und Südamerika nach Mailand gebracht, soll der erste Flamingo Mitte des 20. Jahrhunderts aus Chile gekommen sein, als die Einfuhr noch erlaubt war. Seitdem wuchs die Kolonie dank des Villenbesitzers, des Unternehmers Cavaliere Invernizzi, der den idealen Lebensraum für die Tiere schuf.

Als Liebhaber des Landlebens – während seine Frau die Stadt bevorzugte – entschied er sich, dieses grüne Refugium im Herzen Mailands anzulegen.

Heute gehört die Villa der Fondazione Romeo ed Enrica Invernizzi, die sich um den Schutz der Vögel kümmert. Sie ist für die Öffentlichkeit geschlossen, doch ein kleiner Abstecher von den Mode- und Einkaufsstraßen lohnt sich, um diesen Ort zu sehen, der sowohl Mailänder als auch Besucher fasziniert.

Die Flamingos nähern sich in der Regel nicht dem Gitter, lassen sich aber durch die Hecken beobachten und fotografieren, während sie zwischen Garten und Brunnen umherwandern.

Auch die Umgebung selbst lohnt einen Spaziergang. Sie ist als Quadrilatero del Silenzio, das „Viereck der Stille“, bekannt, weil sie ihrem Namen entsprechend besonders ruhig ist. Spazieren Sie zwischen Liberty-Palästen und eleganten Wohnhäusern und erreichen Sie schließlich die ungewöhnlichste Architektur des Viertels. Erwähnenswert sind außerdem der Bogen in der Via Tommaso Salvini, Palazzo Rocca Saporiti, Casa Berri Meregalli und Villa Necchi Campiglio.

Anfahrt zur Villa Invernizzi:

Metro Palestro, rote Linie M1; von dort 200 Meter zu Fuß.

Was man in Mailand essen sollte

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Wie jede italienische Stadt besitzt auch Mailand eine eigene große kulinarische Tradition. Der wahre König der Mailänder Küche ist Butter, die in den meisten Gerichten verwendet wird: vom Risotto über die Cotoletta alla milanese bis hin zum Panettone.

Was man in Mailand essen sollte
Was man in Mailand essen sollte

Unter den traditionellen Gerichten ist das bekannteste zweifellos der Risotto alla milanese, der mit Safran zubereitet wird. Die klassische Version sieht die Verwendung von Rindermark vor, doch heute kochen ihn nur noch wenige auf diese Weise.

Ein weiteres typisch Mailänder erstes Gericht ist die busecca – wovon sich der Spitzname busecconi ableitet –, ein geschmortes Kuttelgericht.

Unter den Hauptgerichten ist die Cotoletta alla milanese das bekannteste und beliebteste. Traditionell wird sie aus Kalbfleisch zubereitet, mindestens fingerdick geschnitten und in Butter gebraten, auch wenn heute häufig leichteres Oliven- oder Pflanzenöl bevorzugt wird. Nicht zu vergessen ist der Ossobuco, auf Mailändisch òsbus a la milanesa: eine geschmorte Scheibe Kalbs- oder Rinderhaxe.

Die cassoeula wiederum ist ein sehr reichhaltiges Gericht aus Wirsing und den sogenannten „armen“ Teilen des Schweins, etwa Schwarte, Kopf, Rippchen und Füßen. Bei den Süßspeisen haben Panettone und Colomba ihren Ursprung in der lombardischen Hauptstadt. Auch Milchprodukte zählen zu den typischen Erzeugnissen der Region: Stracchino, Mascarpone, Grana di Lodi und natürlich Gorgonzola.

Wo man in Mailand übernachten kann

Mailand ist längst nicht mehr nur ein Ziel für Manager und Geschäftsreisende. Schon vor der Expo 2015 wurde die Stadt zu einem Anziehungspunkt für Kulturtourismus: die Wiederbelebung der Navigli, die wachsende Zahl an Ausstellungen und die Eröffnung neuer Museen haben zahlreiche neue Besucher in die Stadt gebracht.

Wo man in Mailand übernachten kann
Wo man in Mailand übernachten kann

Aufgrund des starken Besucherandrangs hat Mailand sein Übernachtungsangebot deutlich erweitert und ist heute besser denn je darauf vorbereitet, Reisende in zahlreichen Hotels, Bed & Breakfasts, Apartments, Hostels und Gästehäusern in allen Stadtteilen aufzunehmen.

Neben großen und luxuriösen Hotelketten findet man auch kleinere, gemütliche Hotels, komfortable Pensionen, familiengeführte Bed & Breakfasts und sogar originelle Liberty-Häuser aus dem frühen 20. Jahrhundert. Ein Zimmer zu einem günstigen Preis zu finden, ist nicht immer einfach, besonders im Zentrum und während internationaler Veranstaltungen.

Die Preise beginnen bei etwa 80 € pro Nacht in einem 3-Sterne-Hotel und steigen von dort an. Der wichtigste Tipp lautet: frühzeitig buchen. Alle Unterkünfte sind dank eines effizienten und funktionalen öffentlichen Verkehrssystems gut mit dem Zentrum Mailands verbunden. Wenn Sie etwas sparen möchten, können Sie also auch weiter außerhalb übernachten, ohne sich allzu große Sorgen um die Wege zu machen.

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