
Man kann an Verona kaum denken, ohne die Stadt als tragische Bühne der Liebesgeschichte von Romeo und Julia vor Augen zu haben. Shakespeares Drama hat zweifellos zum Ruhm der venetischen Stadt beigetragen: Ein beträchtlicher Teil der Veroneser Wirtschaft lebt von diesem „romantischen Tourismus“, der unter dem berühmten Balkon der Julia seinen würdigen Höhepunkt findet.
Doch Verona nur mit Romeo und Julia gleichzusetzen, hat lange andere Schönheiten dieser Stadt verdeckt. Nicht zufällig wird sie als „Tor zu Italien“ bezeichnet: Wer aus dem Norden kommt, begegnet hier bereits dem Gesicht, der Schönheit und der kulturellen Substanz Italiens.
Ein Konzentrat künstlerischer, historischer und kultureller Zeugnisse , eingebettet in die stimmungsvolle Atmosphäre von Gassen und Plätzen und ergänzt durch die Aromen einer traditionsreichen regionalen Küche.
Wer bereit ist, über den berühmten kleinen Balkon hinauszublicken, dem schlagen wir eine Route zwischen bekannten Orten Veronas, typischen Spezialitäten und reizvollen Erlebnissen vor — um sich von einer Stadt verführen zu lassen, deren Charme einen fast sicher zur Rückkehr bewegen wird.
Für den Besuch von Verona empfehlen wir den Kauf der VeronaCard, die in zwei Versionen erhältlich ist: für 20 Euro mit 24 Stunden Gültigkeit und für 25 Euro mit 48 Stunden Gültigkeit.
Mit der VeronaCard ist der Eintritt in folgende Sehenswürdigkeiten kostenlos: Museo di Castelvecchio, Museo degli Affreschi G. B. Cavalcaselle an der Tomba di Giulietta, Galleria d’Arte Moderna Achille Forti, Casa di Giulietta, Museo di Storia Naturale, Amphitheater Arena und Museo Archeologico al Teatro Romano.
Hier also unsere Auswahl: was man in Verona während eines Wochenendes oder eines Kurzurlaubs sehen sollte.
Wenn Sie ein Hotel in Verona suchen, empfehlen wir Ihnen, unter den Angeboten von Booking.com zu wählen. Dort finden Sie etwa 127 Hotels mit Preisen, Fotos und Bewertungen von Gästen, die bereits dort übernachtet haben. Weiter zu Booking.com.
Die Arena von Verona
1
Das römische Amphitheater, besser bekannt als „Arena“, ist neben Romeo und Julia das Symbol, das Verona in der ganzen Welt berühmt gemacht hat – und meist die erste Sehenswürdigkeit, die Reisende nach ihrer Ankunft in der Stadt besuchen.

Vermutlich um das 1. Jahrhundert n. Chr. erbaut, diente die Arena – wie alle Amphitheater – als Schauplatz für Gladiatorenkämpfe.
Nach dem Kolosseum in Rom, dem Amphitheater von Capua und jenem von Mailand war sie das viertgrößte Amphitheater. Ihre solide, imposante Struktur war außen mit Ziegeln und Veroneser Stein verkleidet, die zusammen einen leuchtenden Farbeffekt erzeugen.
Das Innere der Arena von Verona
Im Inneren erzeugt die konzentrische Bewegung der Ränge bei den Besucherinnen und Besuchern einen eindrucksvollen Eindruck von Größe und Monumentalität.
Ihren Namen verdankt sie der „rena“, dem Sand, der den zentralen Bereich bedeckte, auf dem die Aufführungen stattfanden. Sie konnte bis zu 30.000 Zuschauer aufnehmen und ließ zugleich viel Bewegungsraum für diejenigen, die in der Arena auftraten. Als grandiose Bühne bedeutender Musikaufführungen bewahrt die Arena bis heute ihre jahrtausendealte Funktion – wenn auch mit deutlich weniger blutigen Darbietungen!
Öffnungszeiten und Eintrittskarten für die Arena von Verona
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 9 bis 19 Uhr, letzter Einlass um 18.30 Uhr.
Montags geschlossen
Eintrittspreis: 10 €. Kostenlos mit der Verona Card.
Anreise: Piazza Bra, mitten im historischen Zentrum.
Das Haus von Romeo und Julia in Verona
2
Verona ist die Bühne, auf der sich die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia abgespielt haben soll, unsterblich gemacht durch die Feder William Shakespeares. In einem Gebäude aus dem 13. Jahrhundert im historischen Zentrum,

erkannten die Veroneser das Haus der Capuleti wieder: Hier verbindet sich die Legende mit der Wirklichkeit und findet konkrete Bezugspunkte.
Eine schöne Backsteinfassade mit einem gotischen Portal führt die Besucher ins Innere: Im Hof stehen eine Bronzestatue der Julia und der weltberühmte Balkon, an dem die Liebe der beiden jungen Menschen ihren Anfang genommen haben soll.
Der berühmte Balkon der Julia
Besichtigt werden der Hof, das Erdgeschoss, der erste Stock mit dem Balkon der Julia und der zweite Stock mit dem Zimmer, in dem das Bett aus Franco Zeffirellis Film Romeo und Julia ausgestellt ist.
Das Haus der Julia ist eine obligatorische, wenn auch sehr touristische Station für alle, die die Orte entdecken möchten, die die berühmteste Liebesgeschichte der Welt inspiriert haben. Ob man an die Legende glaubt oder nicht: Es bleibt eine der Sehenswürdigkeiten, die man in Verona unbedingt sehen sollte.
Das Haus von Romeo
Weniger Glück hatte das Haus von Romeo, heute ein privates Wohnhaus, nur wenige Schritte von den Scaligergräbern entfernt, Punkt 8.
Auf der gotischen Fassade steht eine Inschrift: „Oh! Wo ist Romeo?… Schweig, ich habe mich selbst verloren: Ich bin nicht hier und bin nicht Romeo, Romeo ist anderswo“ (Akt 1, Szene 1).
Das Grab der Julia
Das Grab der Julia befindet sich in einem ehemaligen Kapuzinerkloster aus dem 13. Jahrhundert in der Via del Pontiere 35. Besuchszeiten: Dienstag bis Sonntag 8.30-19.30 Uhr, Montag 13.30-19.30 Uhr. Vollpreis-Ticket: 4,50 €.
Öffnungszeiten und Eintrittspreis für das Haus von Romeo und Julia
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 9 bis 19 Uhr
(letzter Einlass um 18.30 Uhr)
Dienstag bis Sonntag von 9 bis 19 Uhr
(letzter Einlass um 18.30 Uhr)
montags geschlossen
Eintrittspreis: 6 €. Kostenlos mit der Verona Card.
Anreise: Via Cappello 23, mitten im historischen Zentrum.
Die Kirche San Zeno Maggiore in Verona
3
Der Legende nach blieb das Wasser während der Etschflut von 589, die Verona überschwemmte, genau an der Schwelle dieser Kirche stehen, die über der Grabstätte des Bischofs Zeno errichtet wurde. Der aus Afrika stammende San Zeno war etwa von 362 bis 380 der achte Bischof von Verona und führte die Stadt zum Christentum.

Die Kirche San Zeno Maggiore gehört zu den bedeutendsten Beispielen romanischer Architektur in Italien; ihr heutiges Erscheinungsbild geht offenbar auf das 12. Jahrhundert zurück.
Das Altarbild von San Zeno
Neben dem Leichnam des Heiligen bewahrt die Kirche zahlreiche Skulpturen und Gemälde aus dem 12. bis 16. Jahrhundert. Besondere Aufmerksamkeit verdient darunter das San-Zeno-Altarbild von Andrea Mantegna, eines der ersten Beispiele einer „Sacra Conversazione“, mit der Madonna mit Kind im Zentrum.
Von links erkennt man den heiligen Petrus mit den Schlüsseln, den heiligen Paulus mit dem Schwert, den Evangelisten Johannes im rosafarbenen Gewand, San Zeno in bischöflicher Kleidung, den heiligen Benedikt im Mönchsgewand, den heiligen Laurentius mit dem Rost, Gregor den Großen im päpstlichen Ornat und Johannes den Täufer in seinem typischen Gewand eines Wüsteneremiten.
Dass es sich um eine Art Gespräch handelt, erschließt sich aus Blickrichtungen und Gesten, die den Eindruck vermitteln, als würden die Heiligen miteinander sprechen.
Öffnungszeiten und Eintritt für die Kirche San Zeno in Verona
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 10.00 bis 13.00 Uhr und von 14.30 bis 18.00 Uhr.
Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr.
Eintrittspreis: kostenlos, es wird jedoch ein freiwilliger Beitrag von 3 € erbeten.
Anreise: Piazza San Zeno, historisches Zentrum.
Piazza delle Erbe in Verona
4
Ein farbenfroher Obst- und Gemüsemarkt mit seinen Reihen von Sonnenschirmen, umgeben von historischen Gebäuden und Monumenten: Das ist das prägende Bild der Piazza delle Erbe, des ältesten Platzes von Verona, wo mittelalterliche Bauten nach und nach an die Stelle der römischen getreten sind.

Hier lässt sich die volkstümliche und lebendige Seite der Stadt vielleicht am besten erfassen, ohne auf die kulturelle Dimension der Reise verzichten zu müssen.
An Markttagen, samstags und sonntags, wird der Platz zum Salon der Stadt: Die Veroneser treffen sich hier zum Einkaufen oder zum Ritual des abendlichen Aperitifs.
Die Paläste der Piazza delle Erbe
An der Piazza liegen der Palazzo del Comune, die Torre dei Lamberti, die Casa dei Giudici und die Häuser der Mazzanti. Auf der schmaleren Seite steht der barocke Palazzo Maffei, geschmückt mit mehreren Statuen griechischer Gottheiten: Jupiter, Herkules, Minerva, Venus, Merkur und Apollo.
Die Casa dei Mercanti
Besonders schön ist auch die Casa dei Mercanti, auch Domus Mercatorum genannt, in der heute die Banca Popolare di Verona untergebracht ist. Auf dem Platz steht der Brunnen „Madonna Verona“, der sich die Aufmerksamkeit mit dem Capitello teilt, auch Tribuna genannt und fälschlicherweise oft als Berlina bezeichnet.
Er existierte bereits im 13. Jahrhundert, als unter ihm die Podestà zur Zeremonie ihrer Amtseinführung saßen, ebenso wie die Prätoren vor ihrem Amtsantritt.
Palazzo Maffei in Verona
5
Der Palazzo Maffei befindet sich an der Piazza delle Erbe, nur zweihundert Meter vom Haus der Julia entfernt. Das fachgerecht restaurierte Gebäude ist schon für sich allein einen Besuch wert. Es stammt aus dem 17. Jahrhundert und gehört zu den eindrucksvollsten Palazzi Veronas. Die Sammlung ist in Vielfalt und Qualität der ausgestellten Werke herausragend. Unbedingt sehenswert und definitiv ein Ort, den man bei einem Besuch in Verona einplanen sollte.
Das Casa Museo di Palazzo Maffei beherbergt mehr als 350 Werke, die der Sammler und Mäzen Luigi Carlon über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren zusammengetragen hat. Der Rundgang führt von der alten Kunst bis zur Gegenwart, von Gemälden über Skulpturen bis hin zu historischen Möbeln.

Besonders interessant ist der Bereich, der den Meisterwerken der Malerei des 20. Jahrhunderts gewidmet ist. Unter den vertretenen Künstlern finden sich Giacomo Balla, Lucio Fontana, De Chirico, Burri und Morandi. Auch Werke von Magritte, Duchamp und Picasso fehlen nicht. Ein weiterer Abschnitt ist Kunstobjekten gewidmet: Möbeln, Glas- und Keramikarbeiten sowie orientalischen Vasen.
Nach Voranmeldung sind Führungen in Gruppen von jeweils 15 Personen möglich. Diese Option empfehlen wir besonders, wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht: So lässt sich der Schwerpunkt der Sammlung besser erfassen, ohne die wichtigsten Werke zu verpassen.
Wer den Palazzo hingegen auf eigene Faust besichtigen möchte, sollte mindestens ein paar Stunden für den Rundgang einplanen, um einen ausreichend umfassenden Eindruck des Museumsparcours zu gewinnen. Gegen einen kleinen Aufpreis lohnt sich der Aufstieg auf die Panoramaterrasse des Palazzo Maffei, von der man die Piazza delle Erbe und Verona aus einer wirklich bemerkenswerten Perspektive bewundern kann.
Öffnungszeiten, Öffnungstage und Eintrittspreise für den Palazzo Maffei
Öffnungszeiten: Montag, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
Geschlossen: Dienstag und Mittwoch, 25. Dezember und 15. August.
Eintrittspreis: Vollpreis 14 Euro, 15 Euro mit Zugang zur Terrasse. Tickets können online oder vor Ort an der Kasse gekauft werden.
Ermäßigtes Ticket: über 65 Jahre: 13 Euro; Jugendliche von 11 bis 26 Jahren: 6 Euro; Kinder von 6 bis 10 Jahren: 3,50 Euro
Anreise: zu Fuß zur Piazza delle Erbe.
Bus: Linien 11 -12 -13 oder Linien 21-22-23-24-41-42
Die Brücken von Verona
6
Die Etsch durchquert Verona und teilt die Stadt in zwei Hälften: Die Brücken hatten daher seit jeher eine zentrale Funktion für die Stadt. Heute gibt es sieben, die alle dasselbe Schicksal teilten: Sie wurden von den sich zurückziehenden Nationalsozialisten zerstört und in den folgenden Jahren wiederaufgebaut.

Die älteste von ihnen ist die Ponte Pietra, eine Brücke römischen Ursprungs, die noch heute das Teatro Romano mit dem Stadtzentrum verbindet.
Zum Glück wurden die Steinblöcke und Ziegel, die durch die Explosion in das Flussbett geschleudert worden waren, geborgen und für einen sehr originalgetreuen Wiederaufbau der Brücke verwendet.
Die andere besonders repräsentative Brücke ist die Scaligerbrücke, direkt gegenüber von Castelvecchio. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts mit drei ungleichen Bögen erbaut, erlitt dasselbe Schicksal wie die Ponte Pietra und wurde wie diese 1951 mit den originalen Steinen und Ziegeln wiederaufgebaut, die vom Grund der Etsch geborgen worden waren.
Piazza dei Signori und die Scaligergräber in Verona
7
Die Verwaltungsmacht Veronas konzentrierte sich seit jeher auf diesem schönen Platz, der von monumentalen Gebäuden umgeben ist, die durch Arkaden und Portiken miteinander verbunden sind.

Im Zentrum des Platzes fällt sofort die große Dante-Statue ins Auge: Der Dichter fand hier in Verona Zuflucht, unmittelbar nach seinem Exil aus Florenz.
Man betritt den Platz durch den Arco della Costa und sieht sofort links die Fassade der Domus Nova. Im Uhrzeigersinn weitergehend erreicht man die Loggia del Consiglio und den Palazzo degli Scaligeri, die Residenz der Herren von Verona von 1260 bis 1387.
Es folgt der Palazzo del Capitanio mit seinem Eckturm, der den Platz beherrscht, und der durch einen Bogen mit dem Palazzo della Ragione verbunden ist. Durch den Bogen gelangt man in den Hof des Mercato Vecchio mit der prachtvollen Scala della Ragione. Von der Torre dei Lamberti genießt man einen großartigen Blick auf den Platz und über die Dächer Veronas.
Fast auf einem eigenen kleinen Platz liegt die Kirche Santa Maria Antica, in deren Hof sich die Arche Scaligere erheben. Dieser eindrucksvolle Grabkomplex ist ein außergewöhnliches Beispiel gotischer Architektur in Italien.
Die Grabmäler wurden errichtet, um die sterblichen Überreste einiger Mitglieder der Familie della Scala aufzunehmen. Besonders hervorzuheben sind durch ihre Monumentalität und ihren Dekor jene von Cangrande I, Mastino II und Cansignorio.
Piazza Brà in Verona
8Die Piazza Brà gehört zu den größten Plätzen Europas, beherrscht von der Silhouette der Arena und bereichert durch einige historische Paläste. Der Name des Platzes leitet sich vom deutschen Wort breit ab.
Der liston, auf dem die Veroneser gern flanieren

Auf der Piazza Brà befindet sich der liston, das breite Pflaster aus rosafarbenem Marmor aus der Valpolicella – demselben Stein, der auch für den Bau des römischen Amphitheaters verwendet wurde. Auf dem liston treffen sich die Veroneser gern, spazieren und plaudern, bevor sie sich an die Tische der Cafés setzen, um einen Kaffee oder einen Aperitif zu trinken.
Diese Tradition reicht weit zurück: Schon Goethe schrieb in seiner Italienischen Reise: „..auf dem breiten Pflaster der Bra’ ging eine Menge Menschen umher“. Neben der Arena liegen an der Piazza auch der Palazzo della Gran Guardia , heute Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen, sowie der Palazzo Barbieri , Sitz des Rathauses von Verona.
Castelvecchio in Verona
9
Cangrande II. della Scala ließ Castelvecchio errichten, um sich eine Festung gegen äußere Gefahren zu sichern, die über die Brücke kommen konnten – aber auch gegen mögliche Aufstände der Veroneser Bevölkerung infolge der inneren Machtkämpfe der Scaliger-Familie.

Die Scaligerbrücke, mit der die Burg verbunden ist, führte Castelvecchio tatsächlich über den Fluss hinaus und sicherte so einen Fluchtweg in Richtung Land. Wie die Brücke hat auch die Burg wechselvolle Zeiten erlebt.
Nach dem Sturz der Scaliger wurde sie von den Venezianern als Waffenlager genutzt und später während der französischen und österreichischen Herrschaft zur Kaserne. Die Restaurierung von 1926 entfernte die militärischen Elemente und fügte spätgotische sowie Renaissance-Anklänge ein.
Castelvecchio besteht aus zwei Bereichen: Im rechten Teil befinden sich der große Innenhof und der Waffenplatz; im linken Teil liegt die scaligerische Residenz, in der die Herren wohnten, mit einem engeren Hof und einer doppelten Wehrmauer.
In der Mitte erhebt sich die hohe Torre del Mastio, von der aus man auf die Scaligerbrücke über die Etsch gelangt. Heute beherbergt Castelvecchio ein Museum mit Werken mittelalterlicher, Renaissance- und moderner Kunst.
Das Museum ist nicht sehr groß, besitzt aber mindestens 20 Meisterwerke: darunter die Heilige Familie von Mantegna, der Knabe mit Zeichnung einer Puppe von Caroto, das Frauenporträt von Rubens, die Madonna mit den Wachteln, Pisanello zugeschrieben, der Büßende heilige Hieronymus von Bellini und viele weitere.
Öffnungszeiten und Eintritt für Castelvecchio und Museum
Öffnungszeiten des Museums: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
(letzter Einlass um 17.30 Uhr)
Geschlossen: Montag
Eintrittspreis: 6 €
Anreise: zu Fuß im historischen Zentrum.
Veronetta
10
1801, mit dem Einzug der Franzosen in die Stadt, wurde Verona in zwei Teile geteilt: Am linken Etschufer standen die Österreicher, am rechten Napoleons Truppen. Offenbar war es Bonaparte selbst, der diesen Teil Veronas abfällig mit dem Begriff „Veronette“ belegte, also als „das kleinere“ oder „untere Verona“ bezeichnete. Dieses Viertel lebte über Jahrhunderte von Mühlen, Gerbereien, Spinnereien und anderen wassergebundenen Gewerben.

Nach mehr als einem Jahrhundert des Niedergangs hat Veronetta seit den 1970er-Jahren neuen Aufschwung genommen und ist heute wieder ein typisch veronesisches Viertel – man könnte sagen: ein Stück „altes Verona“.
Kunsthandwerksläden, Künstlerateliers und Restaurants machen es zu einem äußerst lebendigen Quartier – eine spannende Alternative zum touristisch geprägten Shopping auf der rechten Flussseite.
Das Römische Theater von Verona
Je weiter man den Colle San Pietro hinaufsteigt, desto mehr Sehenswürdigkeiten tauchen auf – und desto schöner wird der Ausblick. Allen voran sind da die Überreste des eindrucksvollen Römischen Theaters, das bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. errichtet wurde, also noch vor der berühmteren Arena. Das Theater ist bis heute ein Schauplatz für sommerliche Festivals und sehenswerte Aufführungen.
Zum Römischen Theater gehört auch das Archäologische Museum, das wertvolle Funde aus der Zeit des antiken Rom sowie interessante temporäre Themenausstellungen zeigt.
Castel San Pietro
Oberhalb des Römischen Theaters liegt Castel San Pietro, eine Festung, die man entweder bei einem schönen Spaziergang zu Fuß oder mit der Standseilbahn erreicht – oben angekommen, lohnt sich ein Kaffee auf der Terrasse umso mehr. Das eigentliche Schmuckstück von Veronetta ist jedoch der Giardino Giusti mit seinem Adelspalast: eine prachtvolle Gartenanlage im italienischen Stil, die über Jahrhunderte Reisende aus ganz Europa begeistert hat.
Die Umgebung von Verona
11
Die auf dieser Seite vorgeschlagene Route reicht aus, um 3 Tage in Verona zu verbringen, die Stadt in Ruhe zu besichtigen und wirklich schätzen zu lernen. Wenn Ihnen aber noch etwas Zeit bleibt, bietet die Umgebung von Verona wunderbare Möglichkeiten, Dörfer, Geschichte und Natur zu entdecken.

Der erste Gedanke geht natürlich sofort an den Gardasee, nicht nur an das veronesische Ufer, sondern auch an die lombardische Seite bei Brescia und an das Trentiner Ufer.
Eine Route, die es erlaubt, in wenigen Kilometern von den Thermalquellen von Sirmione zum Surfen in Torbole, von der eleganten Atmosphäre in Riva del Garda bis zu Ausflügen in die Berge zu wechseln.
Weniger als eine Autostunde von Verona entfernt liegt Mantua , mit zwei Orten, die man nicht verpassen sollte: Castellaro Lagusello und Borghetto sul Mincio. In dieser Gegend lohnt sich auch ein Besuch im Parco Sigurtà , einem der schönsten Gärten der Welt.
Ebenfalls etwa eine Stunde entfernt liegen zwei der schönsten Kunststädte Venetiens: Vicenza und Padua. Und nicht zu vergessen: Mit etwas mehr Wegzeit erreicht man sogar Venedig!
Was man in Verona essen sollte
12
Verona besitzt eine jahrhundertealte kulinarische Tradition, die aus den Küchen der lokalen Herrscherhäuser hervorgegangen ist und heute von Restaurants und Trattorien weitergeführt wird. Nicht nur Reis und Polenta prägen diese Küche, sondern auch einige Spezialitäten, die außerhalb der Region wenig bekannt sind, aber unbedingt probiert werden sollten:

die „pearà “ zum Beispiel, gekochtes Rindfleisch mit einer pfeffrigen Brot-Käse-Sauce; die „pastisada de caval“, ein Pferdefleischragout, das zu den lokalen Gnocchi serviert wird; oder die „paparele“, Bandnudeln mit Erbsen und Bohnen.
Probieren sollte man auch die Renga de Parona di Verona, ein Gericht auf Sardellenbasis.
Die Süßspeisen Veronas
Zu den Desserts gehören der weltweit bekannte Pandoro, der nadalìn in Form eines achtzackigen Sterns und der mandorlato aus Cologna Veneta.
Die Weine Venetiens
Nicht zu vergessen: Verona ist außerdem die wichtigste italienische Provinz für die Produktion von D.O.C.-Weinen. Gönnen Sie sich zum Essen also unbedingt einen angenehmen Bardolino oder einen kräftigen Valpolicella.
Hotels in Verona
H
Charmant und romantisch: Verona ist nach Venedig das wichtigste Reiseziel Venetiens für italienische und internationale Besucher.

Die Stadt, ihre Provinz und der Gardasee ziehen jedes Jahr eine große Zahl von Reisenden an. Entsprechend breit ist das Angebot an Hotels und Bed & Breakfasts, aber auch an komfortablen und meist deutlich günstigeren Jugendherbergen und Agriturismi.
Die Preise liegen im Durchschnitt eher hoch, und besonders im Frühling kann es schwierig sein, ein Zimmer zu einem guten Preis zu finden — vor allem an Brückentagen, während der Weihnachtszeit und zu den Musikveranstaltungen in der Arena.
In diesen Zeiträumen empfiehlt es sich, weit im Voraus zu buchen. Die Preise für ein 3-Sterne-Hotel im Zentrum beginnen bei etwa 70 Euro, können aber bei luxuriöseren Häusern oder in den besonders monumentalen Vierteln deutlich steigen.
Wenn Sie ein Hotel in Verona suchen, empfehlen wir Ihnen, unter den Angeboten von Booking.com. zu wählen. Dort finden Sie rund 127 Hotels mit Preisen, Fotos und Bewertungen von Gästen, die bereits dort übernachtet haben. Zu Booking.com



